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Vergleich

TIFF vs PNG – Welches Format für Druck und Archivierung?

TIFF und PNG sind beide verlustfrei, beide unterstützen Transparenz – und doch dienen sie unterschiedlichen Welten. TIFF ist der Standard im professionellen Druck, PNG das universelle Web- und Office-Format. Was sind die echten Unterschiede?

Druckmaschine mit TIFF- und PNG-Symbolen

Wo TIFF seine Stärken hat

TIFF (Tagged Image File Format) wurde 1986 für Scanner und professionelle Bildverarbeitung entwickelt. Es unterstützt CMYK-Farbraum (zwingend für Druck), 16-Bit pro Kanal, Alpha-Channels, mehrere Layer und Metadaten in Hülle und Fülle.

In der Druckvorstufe ist TIFF der Standard: Druckereien akzeptieren es problemlos, Photoshop und InDesign verstehen es nativ, und es kann sowohl unkomprimiert als auch mit verlustfreier LZW-Kompression gespeichert werden.

Warum PNG dort nicht hinkommt

PNG kann nur RGB (kein CMYK), maximal 8 Bit pro Kanal in der gängigen Variante, keine Layer und nur einen Alpha-Channel. Für Web ist das genug, für Druckvorstufe nicht. Dazu fehlen wichtige Profi-Metadaten wie ICC-Profil-Embedding (theoretisch möglich, in der Praxis selten).

Vorteil von PNG: Es öffnet überall, ist im Browser darstellbar und Dateien sind oft deutlich kleiner als entsprechende TIFFs. Für Web-Workflows gewinnt PNG haushoch.

Empfehlung für die Praxis

Druck, Foto-Archivierung, Profi-Bildbearbeitung → TIFF (oder PSD). Web, Office, Präsentation → PNG. Viele Foto-Profis archivieren ihre Originale als TIFF mit eingebettetem ICC-Profil; für die Web-Version exportieren sie ein PNG, JPG oder WebP.

Tipp: TIFF kann je nach Software mit unkomprimierter Speicherung schnell 100 MB pro Bild erreichen. Aktiviere LZW-Kompression – sie ist verlustfrei und schrumpft die Datei oft um 30–40 %.

Wenn die Druckerei TIFF mit Profil verlangt

Profis verlangen nicht einfach TIFF — sie verlangen TIFF mit eingebettetem ICC-Profil (FOGRA39 für Coated, FOGRA52 für Newsprint, ISOcoated_v2 international). Ohne Profil wird der Druck farblich raten — und das willst du nicht bei einem 1000er-Auflagen-Magazin.

Pixshift speichert beim TIFF-Export das Profil mit. Wenn du Lightroom oder Photoshop nutzt: Im Export-Dialog explizit ICC-Profil einbetten haken. Faustregel: Im Zweifel sRGB für Web, FOGRA39 für Print Europe, ISOcoated_v2 für international.

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