WebP vs AVIF – Welches moderne Bildformat ist besser?
WebP und AVIF sind die zwei großen modernen Bildformate fürs Web. Beide schlagen JPG bei der Kompression deutlich – aber welches ist die richtige Wahl 2026? Die Antwort hängt von Browser-Support, Kompressions-Effizienz und Praxis-Aufwand ab.

Kompression im direkten Vergleich
AVIF basiert auf dem Video-Codec AV1 und liefert bei gleicher Qualität rund 20–30 % kleinere Dateien als WebP. WebP wiederum ist 25–35 % kleiner als JPG. In der Summe sind AVIF-Bilder also bis zu 50 % schlanker als JPG – ein massiver Vorteil bei mobilen Verbindungen.
Bei sehr niedrigen Qualitätsstufen behält AVIF Details und Farbverläufe deutlich besser bei. Bei hoher Qualität schrumpft der Vorsprung. Für den Praxiseinsatz – Web-Bilder mittlerer Qualität – gewinnt AVIF in fast allen Tests.
Browser-Support und Tooling
WebP ist seit Jahren in allen Browsern verfügbar (Chrome, Firefox, Edge, Safari, Opera). AVIF wird seit 2024 ebenfalls überall unterstützt – aber für ältere iOS-Versionen und Legacy-Browser empfiehlt sich ein Fallback.
Encoder-Aufwand ist der größere Unterschied: AVIF zu kodieren dauert deutlich länger als WebP. In Build-Pipelines macht sich das bemerkbar; für statische Sites ist es egal, da das Encoding nur einmal passiert.
Empfehlung 2026
Für moderne Sites mit Bild-fokus: AVIF als Hauptformat, WebP als Fallback, JPG als letzte Stufe – per `<picture>`-Element. So bekommen 95 % der Nutzer AVIF, der Rest WebP, und niemand sieht ein kaputtes Bild.
Wer keine Pipeline für drei Formate aufsetzen will, fährt mit reinem WebP weiterhin sehr gut. Der Performance-Gewinn gegenüber JPG ist deutlich, der Pflegeaufwand minimal.
Wer bezahlt die Encoding-Rechenpower?
AVIF zu encodieren dauert je nach Encoder 5-20x länger als WebP. Auf einer Vercel- oder Netlify-Plattform mit on-the-fly Image-Optimization machen sich diese Sekunden in der Cold-Start-Zeit bemerkbar — speziell beim ersten Aufruf eines Bildes.
Für statische Sites mit Build-time-Optimization (Astro, Next mit next/image-Cache) ist das egal: encodiert wird einmal, ausgeliefert tausendfach. Hier zahlt sich AVIF voll aus.
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