Zur Blog-Übersicht
Grundlagen

DPI, PPI und Megapixel verstehen – Bildauflösung erklärt

Bildauflösung ist eines der missverstandensten Themen in der digitalen Bildbearbeitung. Marken werben mit Megapixeln, Drucker fordern "mindestens 300 DPI", und Monitore werden in PPI angegeben. Was bedeutet was – und was zählt wirklich?

Lupe über einem gerasterten Bild mit DPI- und PPI-Beschriftung

PPI: Pixel pro Zoll – die Bildschirm-Größe

PPI (Pixels Per Inch) gibt an, wie viele Pixel auf einen Zoll Bildschirmfläche passen. Ein normaler Monitor hat etwa 96 PPI, ein iPhone-Display 458 PPI. Höhere PPI = schärfere Darstellung. Aber: Die PPI-Angabe in einer Bilddatei ist nur Metadaten – sie ändert nichts an der Pixelmenge des Bildes.

Das heißt: Ein 1000×1000-Pixel-Bild bleibt 1000×1000, egal ob du 72 PPI oder 300 PPI in den Metadaten speicherst. Erst beim Druck oder bei Programmen, die mit physischen Einheiten arbeiten, wird PPI relevant.

DPI: Dots pro Zoll – die Druck-Größe

DPI (Dots Per Inch) bezieht sich auf den Druck und sagt, wie viele Tinten-Punkte ein Drucker pro Zoll setzen kann. Ein typischer Tintenstrahler druckt 1200×1200 DPI – aber das sind Drucker-Punkte, nicht Bildpixel. Die beiden hängen über das physische Ausgabe-Format zusammen.

Faustregel für Druck: Du brauchst etwa 300 PPI im Bild bei der finalen Druckgröße. Ein A4-Foto (21×29.7 cm) erfordert also rund 2480×3508 Pixel = ca. 8.7 Megapixel. Plakate aus größerer Distanz reichen mit 100–150 PPI aus.

Megapixel – Marketing-Zahl mit Substanz

Megapixel = Breite × Höhe in Pixeln, geteilt durch 1.000.000. Ein 4000×3000-Foto hat 12 MP. Mehr MP heißt mehr Details, aber nur wenn die Optik (Linse, Sensor) mithält. Ein 100-MP-Foto aus einem schlechten Smartphone-Sensor ist nicht zwingend schärfer als ein 12-MP-Foto aus einer guten Kamera.

Praxis: Für Web reicht 1 MP locker. Für A4-Druck 8–10 MP. Für A3 oder größer 15+ MP. Wer beschneidet, braucht entsprechend mehr Reserve im Original. Aber: Megapixel ist nur ein Faktor – Optik, Sensor und Software entscheiden mit.

Vom Display bis zur Plakatwand

Ein 27-Zoll-4K-Monitor hat etwa 163 PPI. Ein iPhone 15 Pro Display hat 460 PPI — fast 3x mehr Pixel-Dichte. Auf gleicher Bildgröße wirkt das iPhone-Display also schärfer, weshalb Web-Bilder dort detaillierter aussehen müssen.

Plakatdruck dagegen läuft bei 100 PPI oder weniger — du betrachtest sie aus 3 Metern Entfernung, nicht aus 30 cm. Hier ist nicht Bild-Auflösung das Problem, sondern Farbe und Kontrast: PMS-Sonderfarben statt CMYK-Mischungen sorgen für leuchtenden Eindruck.

Bildgröße ändern ohne Qualitätsverlust

Skaliere deine Bilder auf Wunschgröße mit professionellen Algorithmen.

Skalieren öffnen